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Fragebogen zum Fibrosarkom bei Katzen

Aufruf zur Mithilfe

Seit Anfang der neunziger Jahre gibt es Hinweise aus den USA, dass Injektionsbehandlungen, vor allem Impfungen, zur Entstehung von bösartigen Fibrosarkomen beitragen können (siehe Beitrag: Das Injektions-assoziirte Fibrosarkom der Katze, Deutsches Tierärzteblatt 7/2006, S. 814 und Deutsches Tierärzteblatt 7/2006, S. 816). Das Phänomen scheint mit einer speziellen Reaktion von Katzen auf bestimmte Substanzen, insbesondere bei einer subkutanen Injektion, im Zusammenhang zu stehen. Diese injektionsbedingten Lokalreaktionen sind somit zu den unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu rechnen.

Die Seltenheit der Fälle erfordert eine systematische Sammlung und Auswertung dieser Ereignisse um Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Fibrosarkomen an der Injektionsstelle und der Anwendung bestimmter Arzneimittel oder Chargen zu erkennen. Die in Deutschland und allen anderen Mitgliedsstaaten der EU etablierten Pharmakovigilanz-Systeme bieten hierfür die geeigneten Voraussetzungen. Allerdings sind bisher europaweit bisher nur wenige Meldungen eingegangen. Auch nach dem Abdruck eines Hinweises des Ausschusses für Tierarzneimittel (CVMP) der Europäischen Arzneimittelagentur hat sich das Meldeverhalten in Deutschland nicht wesentlich geändert (die Information ist auch im Deutsche Tierärzteblatt 5/2003 S.502 verfügbar).

Mittlerweile hat die Pharmakovigilanz-Arbeitsgruppe des CVMP einen speziellen Erfassungsbogen für das injektionsbedingte Fibrosarkom der Katze entwickelt. Dieser berücksichtigt einige Besonderheiten dieser Erkrankung, die mit den üblichen UAW-Berichtsbögen nicht erfasst wurden. Die zuständigen obersten Bundesbehörden, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) haben sich entschlossen, den Abdruck des Fragebogens mit einem speziellen Aufruf an die Tierärzteschaft um Mitarbeit zu verbinden.

Bitte melden Sie alle Verdachtsfälle, möglichst mit einer Kopie des histologischen Befundes,

  • im Fall von Impfstoffen und anderen immunologischen Arzneimitteln an das

    Paul-Ehrlich-Institut (PEI)
    Referat Sicherheit veterinärmedizinischer Arzneimittel, Tierschutz
    Paul-Ehrlich-Str. 51-59
    63225 Langen
    Fax: +49 6103 77 1275
    E-Mail: vetmittelsicherheit@pei.de

  • im Fall von pharmazeutischen Arzneimitteln an das
    Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
    Referat 304
    Mauerstraße 39-42
    10117 Berlin
    Fax: +49 1888 444 891 40
    E-Mail: uaw@bvl.bund.de

Für die Meldung liegt der Fragebogen zum Fibrosarkom bei Katzen (pdf, 44 KB, Datei ist nicht barrierefrei) als pdf-Datei zum Herunterladen vor. Eine Version, die am Computer ausfüllbar ist, ist in Vorbereitung.

Der Fragebogen wird, wie alle Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen, vertraulich behandelt.

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