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Frage: Sind Quecksilberbestandteile von Impfstoffen schädlich und gefährlich?

Impfung und Quecksilber

Thiomersal war über viele Jahrzehnte als Konservierungsmittel in inaktivierten Impfstoffen enthalten. Es wurde immer wieder die Sorge geäußert, dass der Zusatz von Thiomersal in Impfstoffen mit Autismus und neurologischer Entwicklungsverzögerung assoziiert sei.

Basierend auf den derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Institute of Medicine (IoM) in den USA und die European Medicines Agency (EMA) übereinstimmend geschlussfolgert:

  • Die epidemiologischen Daten sprechen gegen einen Zusammenhang zwischen Thiomersal in Kinderimpfstoffen und Autismus.
  • Der Nutzen Thiomersal-haltiger Impfstoffe ist deutlich höher als dieses hypothetische Risiko.

Bei Thiomersal handelt es sich um eine organische Quecksilberverbindung, das so genannte Ethylquecksilber. Ethylquecksilber hat eine wesentlich kürzere Eliminations­halbwertszeit für die Ausscheidung aus dem Körper als Methylquecksilber, das u.a. über die Nahrung aufgenommen wird (1).

Selbst für Schwangere gilt die Aufnahme von 1,6µg/kg Körpergewicht Methylquecksilber pro Woche (z.B. aus Fisch) als unbedenklich.

Heutige in Deutschland zugelassene Impfstoffe sind thiomersalfrei. Eine Ausnahme bilden lediglich pandemische und präpandemische Influenza-Impfstoffe in Mehrdosenbehältnissen.

Das Paul-Ehrlich-Institut hat in einer Publikation in der Zeitschrift "Bundesgesundheits­blatt" ausführlich Stellung zur Frage von Thiomersal in Impfstoffen genommen (2). In dieser Publikation wird u.a. dargestellt, dass bis heute nach Verabreichung thiomersalhaltiger Impfstoffe nur Überempfindlichkeitsreaktionen bekannt geworden sind, die keinen Krankheitswert haben. Diese Publikation ist auf den Internetseiten des Paul-Ehrlich-Instituts verfügbar.

Literatur

  1. Pichichero ME, Cernichiari E, Lorelato J, Treanor J: Mercury concentrations and metabolism in infants receiving vaccines containing thiomersal: a descriptive study. Lancet 2002; 360; 1737 – 1740
  2. Weisser K, Bauer K, Volkers P, Keller-Stanislawski B: Thiomersal und Impfungen (pdf, 262 KB, Datei ist nicht barrierefrei). Bundesgesundheitsblatt – Gesundheitsforschung – Gesundheitsschutz 2004; 47: 1165-1174

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