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Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt erfolgreiche Zusammenarbeit mit Paul-Ehrlich-Institut fort

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit im Mai 2017 als "WHO Kooperations­zentrum für die Standardisierung und Bewertung von Impfstoffen" bestätigt. Die neue Laufzeit beginnt am 26. August 2017 und gilt für weitere vier Jahre. Institutspräsident Prof. Klaus Cichutek ist stolz auf die Auszeichnung: "Die große regulatorische und wissenschaftliche Kompetenz der Mitarbeiter des PEI und ihre kontinuierliche und zuverlässige Unterstützung der WHO-Aktivitäten werden mit dieser Entscheidung belohnt."

05 / 2017

Die Arbeit im Rahmen des WHO-Kooperationszentrums am PEI ist vielfältig: Zu den besonderen Herausforderungen der vergangenen Jahre gehörten Ebola und Zika: Das PEI hat sich u.a. an der Bewertung von Anträgen auf klinische Prüfungen mit Ebolaimpfstoffen beteiligt, um Zulassungsbehörden und Ethikkommissionen in Afrika bei zeitkritischen Entscheidungen um Phase-I- und Phase-II-Studien zu unterstützen. Auch war das PEI bei Expertentreffen eingebunden, um erforderliche Produkt­eigenschaften von Kandidat­impfstoffen gegen Zika sowie regulatorische Anforderungen vor deren Einsatz im Ausbruchsfall zu diskutieren.

Weitere Aktivitäten der letzten Jahre sind beispielsweise die Entwicklung von Leitfäden für die wissenschaftliche und regulatorische Bewertung von Impfstoffen und deren weltweite Implementierung. Damit werden einheitliche Standards etabliert, die die Verfügbarkeit von sicheren und wirksamen Impfstoffen weltweit sicherstellen sollen. Zudem beteiligte sich das PEI an der Überprüfung von zugelassenen Impfstoffen im Rahmen des Präqualifi­zierungsprogramms der WHO. Eine Präqualifizierung durch die WHO ist Voraussetzung dafür, dass Impfstoffe von UN-Organisationen beschafft und in internationalen Impfkampagnen eingesetzt werden können. Laborprüfungen und die Teilnahme an Ringversuchen mit dem Ziel, internationale Standards für die Produktprüfung von Impfstoffen z.B. gegen Keuchhusten (Pertusssis) zu etablieren, sind weitere Beispiele für die umfangreichen Aktivitäten der PEI-Mitarbeiter.

"Wir freuen uns über die Bestätigung unserer Arbeit. Auch für die nächsten Jahre haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Expertise in die Weiterentwicklung von internationalen regulatorischen Standards einzubringen, um damit den Zugang zu sicheren und wirksamen Impfstoffen weltweit weiter zu verbessern", so Dr. Heidi Meyer, Leiterin des Kooperationszentrums der WHO und des Referats "Internationale Koordination, regulatorischer Service" des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Mitarbeiterinnen des PEI führen eine Wirksamkeitsprüfung von Impfstoffchargen durch.Mitarbeiterinnen des PEI führen eine Wirksamkeitsprüfung von Impfstoffchargen durch. Quelle: A. Buck / PEI

Pressekontakt:
Paul-Ehrlich-Institut
Pressestelle
Dr. Susanne Stöcker, Dr. Corinna Volz-Zang, Brigitte Morgenroth
Paul-Ehrlich-Straße 51-59
63225 Langen
GERMANY
Telefon: +49 6103 77 1030
Telefax: +49 6103 77 1262
E-Mail: Presse@pei.de

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt am Main ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäfts­bereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Es erforscht, bewertet und lässt bio­medizinische Human-Arzneimittel und immunologische Tierarzneimittel zu und ist für die Genehmigung klinischer Prüfungen sowie die Pharmakovigilanz – Erfassung und Bewertung möglicher Nebenwirkungen – zuständig.

Die staatliche Chargenprüfung, wissenschaftliche Beratung/Scientific Advice und Inspektionen gehören zu den weiteren Aufgaben des Instituts. Unverzichtbare Basis für die vielseitigen Aufgaben ist die eigene experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin und der Lebenswissenschaften.

Das Paul-Ehrlich-Institut mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt zudem Beratungsfunktionen im nationalen (Bundesregierung, Länder) und inter­nationalen Umfeld (Weltgesundheitsorganisation, Europäische Arzneimittel­behörde, Europäische Kommission, Europarat und andere) wahr.

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