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Sicherheit bei Blutprodukten - Auszeichnung für langjährige Mitarbeiter des Paul-Ehrlich-Instituts

Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) hat am Dienstag, 24. Oktober 2017, Prof. Rainer Seitz und Dr. Margarethe Heiden vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Langen mit der Volkmar-Sachs-Medaille ausgezeichnet. Die Ehrung ist nicht mit einem Preisgeld verbunden. In seiner Ansprache sagte Prof. Hermann Eichler, 2. Vorsitzender der DGTI: "Mit der Volkmar-Sachs-Medaille würdigt die DGTI Ihre langjährige herausragende Tätigkeit in der Transfusionsmedizin und im Blutspendewesen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit der Hämotherapie".

15 / 2017

"Rainer Seitz und Margarethe Heiden haben mit der Abteilung Hämatologie / Transfusionsmedizin des Paul-Ehrlich-Instituts neue Maßstäbe in der Prüfung und Bewertung von Arzneimitteln aus Blut gesetzt. Damit haben sie wesentlich zu dem hohen Sicherheitsniveau von Blutprodukten beigetragen, das in Deutschland und auch Europa heute selbstverständlich ist. Ich freue mich sehr, dass beide für dieses Engagement ausgezeichnet werden", so Prof. Klaus Cichutek, Präsident des PEI.

Rainer Seitz kam im Oktober 1995 an das Paul-Ehrlich-Institut und übernahm die Leitung der neu gegründeten Abteilung Hämatologie / Transfusions­medizin. Mit seiner Abteilung engagierte er sich in nationalen und internationalen Gremien und Kooperationen.

So war er auch an der Gestaltung wichtiger Regularien für Blutprodukte in Europa beteiligt. Seit 1996 leitete er die permanente Untergruppe "Bewertung Blut-assoziierter Erreger" des Arbeitskreises Blut am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin.

Seit 2005 leitete Seitz das WHO-Kooperationszentrum für Blutprodukte und In-vitro-Diagnostika am PEI. Er setzte sich zudem in zahlreichen europäischen und inter­nationalen Gremien für die Sicherheit und Verfügbarkeit von Blut und Blutprodukten ein.

Im März 2017 verließ Seitz das Institut, um in den Ruhestand zu gehen.

Dr. Margarethe Heiden (Quelle: A. Buck / PEI)Dr. Margarethe Heiden

Margarethe Heiden begann im November 1995 ihre Tätigkeit im PEI und leitete das Fachgebiet Transfusionsmedizin in der Abteilung Hämatologie / Transfusionsmedizin.

Sie gestaltete die Regulation von Stammzellen zur hämatopoetischen Rekonstitution aktiv mit. Dank ihres Credo "Papier ist geduldig – wir müssen vor Ort sein" sind heute dem Fachgebiet alle Zulassungsinhaber und Produktions­stätten bekannt.

Mit "KOLT", einem Treffen von Kontoll-Leitern der Blutspendedienste, etablierte sie ein Forum der Akteure im Blutspendewesen, in dem der wissenschaftlich-praktische Austausch im Vordergrund steht.

Gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut entwickelte sie einen einheitlichen Blutspenderfragebogen; der weltweit einzige, der in einer großen Studie an Erstspendern getestet wurde und dann auch im Feldversuch erfolgreich war.

Heiden verließ das Institut Ende Juli 2015 und ging in den Ruhestand.

Hintergrund - Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI)

Die DGTI ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft für Blut, Zellen und Gewebe. Sie fördert die Entwicklung der Transfusionsmedizin und die Zusammenarbeit mit fachnahen Gebieten in Wissenschaft, Forschung und dem öffentlichen Gesundheits­wesen. Sie zeichnet mit der Volkmar-Sachs-Medaille Persönlichkeiten aus, die sich um die klinische Transfusions­medizin besonders verdient gemacht haben. Dies gilt insbesondere für die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen oder dann, wenn neben der fachlichen und wissenschaftlichen Tätigkeit ein besonderes berufspolitisches Engagement zu beobachten war.

Pressekontakt:
Paul-Ehrlich-Institut
Pressestelle
Dr. Susanne Stöcker, Dr. Corinna Volz-Zang, Brigitte Morgenroth
Paul-Ehrlich-Straße 51-59
63225 Langen
GERMANY
Telefon: +49 6103 77 1030
Telefax: +49 6103 77 1262
E-Mail: Presse@pei.de

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt am Main ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäfts­bereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Es erforscht, bewertet und lässt bio­medizinische Human-Arzneimittel und immunologische Tierarzneimittel zu und ist für die Genehmigung klinischer Prüfungen sowie die Pharmakovigilanz – Erfassung und Bewertung möglicher Nebenwirkungen – zuständig.

Die staatliche Chargenprüfung, wissenschaftliche Beratung/Scientific Advice und Inspektionen gehören zu den weiteren Aufgaben des Instituts. Unverzichtbare Basis für die vielseitigen Aufgaben ist die eigene experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin und der Lebenswissenschaften.

Das Paul-Ehrlich-Institut mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt zudem Beratungsfunktionen im nationalen (Bundesregierung, Länder) und inter­nationalen Umfeld (Weltgesundheitsorganisation, Europäische Arzneimittel­behörde, Europäische Kommission, Europarat und andere) wahr.

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