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Sicherheit von Arzneimitteln aus Blut und Gewebe - Information des Paul-Ehrlich-Instituts zu einem Ausbruch von Chikungunya-Fieber in Italien

Bitte die neue Information vom 17.12.2007 beachten!

In Italien ist es vorwiegend in zwei Dörfern nahe Ravenna, einem Gebiet in der Region Emilia-Romagna, zu einem Chikungunya-Ausbruch gekommen (s. auch Epidemiologisches Bulletin Nr. 36 vom 07.09.07). Das Risiko der Weiterverbreitung in andere europäische Länder wird seitens des RKI und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) als eher gering erachtet.

Das Paul-Ehrlich-Institut weist darauf hin, dass in der aktuellen Situation die Anordnung vom Februar 2007 zur Spenderrückstellung von Personen, die sich in Chikungunya-Endemiegebieten aufgehalten haben, auch für Reiserückkehrer aus der Emilia-Romagna gilt, auch wenn es sich hier wahrscheinlich lediglich um einen zeitlich begrenzten Chikungunya-Ausbruch handelt.

Eine vorsorgliche Spenderrückstellung von 14 Tagen ist ebenso geboten für Spenden, die als Ausgangsmaterial zur Herstellung von nicht virus-inaktivierten Gewebezubereitungen verwendet werden.

Inhalt des oben genannten Bescheids ist die Anordnung, dass bei der Herstellung von Blutkomponenten, die keinem Verfahren der Virusinaktivierung unterworfen wurden, kein Ausgangsmaterial aus Spenden verwendet werden darf, deren Spender sich innerhalb von zwei Wochen vor der Spende in einem Chikungunya-Endemiegebiet aufgehalten haben. Damit soll dem Risiko der Übertragung des Chikungunya-Fiebers vorgebeugt werden.

Das Chikungunya-Fieber ist eine hauptsächlich in Süd- und Südostasien sowie in Afrika südlich der Sahara vorkommende Virusinfektion. Der Name leitet sich von der einheimischen Bezeichnung für starkes Krümmen ab. Die verkrampfte Beugehaltung entsteht als Folge von starken Gelenkschmerzen. Die Viren werden durch Mückenstiche auf den Menschen übertragen, wobei bisher nur die aus Ostasien stammende Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) als Überträger nachgewiesen werden konnte.

Diese tagaktive Mückenart kommt jedoch nicht nur im südostasiatischen Raum und südlich der Sahara vor, sondern kann in heißen Sommermonaten auch in ganz Südeuropa auftreten.

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