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Informationen zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht-kontagiöse, durch Insekten übertragene Viruserkrankung, für die insbesondere Schafe, Ziegen, Rinder und Wildwiederkäuer empfänglich sind. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Bei Schafen verläuft die Krankheit im Allgemeinen schwerer als bei Rindern und Ziegen.

Im Sommer 2006 wurde das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV) erstmals in Zentraleuropa im Grenzgebiet zwischen Belgien, den Niederlanden und Deutschland festgestellt. Die Einschleppungsursache von BTV-8 ist bis heute ungeklärt. Das Virus überstand den Winter und trat im darauffolgenden Jahr wieder auf.

Der erste Ausbruch von BTV-8 wurde in Deutschland am 26. August 2006 gemeldet. Die Erkrankung hat sich im Laufe der Jahre 2006/2007 weitgehend ungehindert ausgebreitet. Die meisten BTV-8 Ausbrüche traten in der Saison 2007/2008 auf.

Das BT-Geschehen ging mit erheblichen Schmerzen und Leiden bei den betroffenen Tieren- insbesondere den Schafen- einher. Aufgrund der hohen wirtschaftlichen Verluste, die durch die Krankheit verursacht wurden, wurde im Mai 2008 mit einer flächendeckenden Pflichtimpfung von Rindern, Schafen und Ziegen mit inaktivierten, monovalenten Impfstoffen gegen BTV-8 begonnen. Die Pflichtimpfung wurde auch im Jahr 2009 fortgeführt. Die Anzahl der Neuausbrüche ging von insgesamt 20.811 im Jahr 2007 und auf 0.067 im Jahr 2008 (Mai-Dezember) bzw. 145 im Jahr 2009 (davon zwölf zwischen Mai und Dezember) zurück. Der letzte Ausbruch von BTV-8 trat am 17. November 2009 auf. Ab 2010 wurde die Pflichtimpfung auf eine freiwillige Impfung umgestellt.

Seit dem 15. Februar 2012 ist Deutschland wieder frei von Blauzungenkrankheit.

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