Paul-Ehrlich-Institut

Fäl­le von Bo­vi­ner Neo­na­ta­ler Pan­zy­to­pe­nie (BNP) auch wei­ter­hin mel­den!

Dieser Beitrag erschien auch im Deutschen Tierärzteblatt, Ausgabe 12/2011, S. 1662 (auf www.pei.de veröffentlicht im Mai 2012).

Die Firma Pfizer hat am 30.08.2011 freiwillig auf die Zulassung des Impfstoffs PregSure BVD verzichtet. Mit dem Erlöschen der Zulassung enden nach derzeitiger Gesetzeslage die Pharmakovigilanz-Verpflichtungen des Unternehmens. Das PEI teilt mit, dass BNP-Fälle trotzdem weiterhin gesammelt und ausgewertet werden. Meldungen, die neu eingehen, werden bis auf weiteres wie bisher von den Behörden der europäischen Mitgliedsstaaten und der Firma Pfizer ausgetauscht und in das europäische Datenbanksystem Eurdravigilance eingespeist. Darauf hat sich die Firma Pfizer mit den Zulassungsbehörden verständigt.

Seit dem Vermarktungsstopp von PregSure BVD in Deutschland am 07.04.2010 sind über 1.600 weitere Fälle registriert worden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass einmal betroffene Muttertiere auch bei weiteren Geburten Kälber mit BNP haben können. Daher muss das Kolostrum-Management (siehe hierzu Bericht im Deutschen Tierärzteblatt 6/2011, S. 748-749) in BNP-Betrieben weiterhin besondere Beachtung finden.

Einige Fragen zur Epidemiologie der Erkrankung sind mittlerweile geklärt. Der Fragebogen zur BNP konnte deshalb vom PEI aktualisiert und deutlich gekürzt werden.

Übersicht zu den BNP-Fällen, die im Rahmen der Pharmakovigilanz in Deutschland und im EU-Raum gemeldet wurden. Übersicht zu den BNP-Fällen, die im Rahmen der Pharmakovigilanz in Deutschland und im EU-Raum gemeldet wurden. Quelle: PEI

Aktualisiert: 21.11.2019