Paul-Ehrlich-Institut

For­schung in der Ab­tei­lung Si­cher­heit von Arz­nei­mit­teln und Me­di­zin­pro­duk­ten

Pandemische Influenza H5N1-Viren (Quelle: K.Boller/Paul-Ehrlich-Institut)

Forschungsteam

Dr. Brigitte Keller-Stanislawski (Abteilungs- und Forschungsleiterin)
PD Dr. Thorsten Jürgen Maier (Forschungsgruppenleiter | experimentelle Forschung)
Prof. Dr. Markus Funk (Referatsleiter)
Dr. Dr. Doris Oberle (Wissenschaftlerin)
Dr. Jessica Roos (Wissenschaftlerin | experimentelle Forschung)
Dr. Gaby Wangorsch (Wissenschaftlerin)
Dr. Karin Weißer (Wissenschaftlerin)
Omar Awad (Masterstudent | experimentelle Forschung)
Phong Huynh Phuoc (Masterstudent | experimentelle Forschung)

Forschungsschwerpunkt

Beim Einsatz von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln ist das frühzeitige Erkennen und Analysieren von Nebenwirkungen und Arzneimittelrisiken von besonderer Bedeutung. Gleiches gilt für die Überwachung von In-vitro-Diagnostika (IVD), deren Qualität essenziell für die Sicherheit der getesteten Blut- und Gewebespenden ist. Auf der Grundlage von Sicherheitsdaten vor und nach der Marktzulassung können wirksame Maßnahmen zu Risikoreduzierung diskutiert und verbindlich festgelegt werden. Für die Analyse der Ursachen von schwerwiegenden Nebenwirkungen, muss eine Vielzahl von Faktoren erfasst und untersucht werden. Hierzu sind neben randomisierten kontrollierten klinischen Prüfungen auch nicht interventionelle klinische Studien notwendig, zudem die Nutzung von nationalen und europäischen Datenbanken sowie die Untersuchung von definierten Laborparametern (in Zusammenarbeit mit universitären Einrichtungen).

Ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeiten der Abteilung S sind Untersuchungen zur Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinschen Arzneimitteln einschließlich der Sicherheit bei der Gewinnung und Anwendung von Blut und Blutkomponenten sowie Gewebezubereitungen. Ziel der Untersuchungen ist die Entwicklung von Methoden zur Erkennung und Quantifizierung von Arzneimittelrisiken. Sie ermöglichen außerdem die Validierung von Sicherheitssignalen und die Überprüfung der Effektivität risikominimierender Maßnahmen. Ebenso werden Probleme bei der Anwendung von IVD erfasst, Ursachen für Testversagen erforscht und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Blut- und Gewebespenden abgeleitet.

Ein weiterer wissenschaftlicher Schwerpunkt der Abteilung S liegt auf experimenteller Forschung auf dem Gebiet der Entzündung mit dem Ziel, die Rolle neuartiger körpereigener Mediatoren bei entzündlichen Prozessen besser zu verstehen. Dies soll zum einen das Verständnis über die Entstehung und Auflösung von Entzündungen erweitern und zum anderen auch eine Grundlage für neuartige anti-entzündliche Therapien erbringen. Weiterhin wurden in der experimentellen Forschungsgruppe auch Untersuchungen zur Pharmakodynamik von therapeutischen monoklonalen Antikörpern initiiert, um die Wirkungs- und Nebenwirkungsprofile dieser Arzneistoffklasse besser charakterisieren zu können.

Forschungsgruppenleitung

Epidemiologische Forschung und Pharmakotoxikologie
Dr. Brigitte Keller-Stanislawski
Publikationen
Telefon: +49 6103 77 1010
E-Mail: Brigitte.Keller-Stanislawski@pei.de

Forschung zu Entzündungsmediatoren
PD Dr. Thorsten Maier
Telefon: +49 6103 77 1051
E-Mail: Thorsten.Juergen.Maier@pei.de

Forschungsprojekte Arzneimittelsicherheit

  • Analyse der Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln sowie die Validierung von Sicherheitssignalen und Quantifizierung von Arzneimittelrisiken im Rahmen pharmakoepidemiologischer Studien
  • Untersuchungen zur Pharmakotoxikologie und Biokinetik von Adjuvantien und Hilfsstoffen in Arzneimitteln
  • Analyse der Effektivität risikominimierender Maßnahmen
  • Entwicklung digitaler Technologien in der Arzneimittelsicherheit
  • Studien zur Risikominimierung transfusionsbedingter Infektionen und zur Effektivität des Spender-Screenings für Blut- und Gewebezubereitungen

Forschungsprojekte experimentelle Forschung

  • Untersuchungen zu neuartigen Cystein-reaktiven Nitrofettsäuren mit kovalentem Angriff an entzündungsrelevanten Arzneistofftargets
  • Rolle von Sphingolipiden bei entzündlichen Prozessen
  • Neue Biomarker beim Systemic Inflammatory Response Syndrom (SIRS) und bei der Sepsis
  • Untersuchungen zur Bindungsverhalten von therapeutischen monoklonalen Antikörpern an Zielstrukturen

Aktualisiert: 20.01.2020