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Paul-Ehrlich-Institut engagiert sich für den globalen Gesundheitsschutz – Austausch mit internationaler Stiftung

Vom 30. Juli bis 7. August 2018 hat sich Dr. David Mukanga, Bill & Melinda Gates Foundation (Bill und Melinda Gates Stiftung, BMGF), bei seinem Besuch über das Engagement des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) für Afrika und seine Expertise im Bereich der Arzneimittelzulassung informiert. Beide Akteure setzen sich dafür ein, nationale Gesundheitssysteme in Afrika zu stärken und die Umsetzung internationaler Gesundheitsvorschriften voran zu bringen. Das PEI engagiert sich bereits seit 2017 aktiv im globalen Gesundheitsschutzprogramm (Global Health Protection Programme, GHPP) des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).

15 / 2018

V. l. n. r.: Prof. Dr. Klaus Cichutek (Präsident PEI), Dr. David Mukanga, Dr. Christoph Conrad (PEI). Dr. David Mukanga im Paul-Ehrlich-InstitutV. l. n. r.: Prof. Dr. Klaus Cichutek (Präsident PEI), Dr. David Mukanga, Dr. Christoph Conrad (PEI). Quelle: PEI

Im Rahmen seines Besuches hat Mukanga die Möglichkeit genutzt, direkte Einblicke in die Arbeit der Experten am PEI zu gewinnen. Die Gates-Stiftung ist mit den medizinischen Infrastrukturen auf dem afrikanischen Kontinent vertraut und für das PEI ein wichtiger Partner im Aufbau von Gesundheitssystemen in Afrika.

In diese Partnerschaft bringt das PEI zwei wichtige Themen ein: Die Expertise in Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln und die Erfahrung einer führenden Arzneimittelbehörde in Europas. "Ich habe ein deutlich besseres Verständnis davon gewonnen, wie das PEI arbeitet und wie es seine Expertise in das EMA-Netzwerk einbringt. Die Zusammenarbeit der regulatorischen Behörden in Europa ist ein wichtiges Vorbild für die weitere Entwicklung in Afrika", fasst Mukanga zusammen.

Bereits im Dezember 2017 war das PEI Gastgeber eines Workshops für Experten aus 17 afrikanischen Ländern sowie NEPAD ("New Partnership for Africa´s Development"), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA und weiteren Experten aus Europa und Kanada.

Teilnehmer des Workshops im Paul-Ehrlich-Institut Teilnehmer des Workshops im Paul-Ehrlich-InstitutTeilnehmer des Workshops im Paul-Ehrlich-Institut Quelle: PEI

Auf dem vom BMG, dem "Center for Biologics Evaluation and Research" (CBER) der US-FDA und der WHO finanziell unterstützten Workshop im PEI wurde über gemeinsame Strategien zur Annäherung regulatorischer Strukturen und Standards diskutiert. Ziel war es, Wege zu finden, die bestehenden Gesundheitssysteme zu stärken und ihre Zusammenarbeit innerhalb Afrikas zu fördern, um so einen nachhaltigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung auch in Krisensituationen zu leisten.

NEPAD, die Neue Partnerschaft für Afrikas Entwicklung, ist ein wirtschaftliches Entwicklungsprogramm der Afrikanischen Union und ein wichtiger afrikanischer Partner im GHPP. In dem Projekt "African Medicines Regulatory Harmonisation" (AMRH) verfolgt NEPAD das Ziel, Standards im Kontext der Regulation und der Verbesserung des Zugangs zu sicheren, qualitativ hochwertigen Arzneimitteln für die Bevölkerung in Afrika zu setzen.

Kontakt:
Paul-Ehrlich-Institut
Pressestelle
Telefon: +49 6103 77 1030
E-Mail: Presse@pei.de

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt am Main ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäfts­bereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Es erforscht, bewertet und lässt bio­medizinische Human-Arzneimittel und immunologische Tierarzneimittel zu und ist für die Genehmigung klinischer Prüfungen sowie die Pharmakovigilanz – Erfassung und Bewertung möglicher Nebenwirkungen – zuständig.

Die staatliche Chargenprüfung, wissenschaftliche Beratung/Scientific Advice und Inspektionen gehören zu den weiteren Aufgaben des Instituts. Unverzichtbare Basis für die vielseitigen Aufgaben ist die eigene experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin und der Lebenswissenschaften.

Das Paul-Ehrlich-Institut mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt zudem Beratungsfunktionen im nationalen (Bundesregierung, Länder) und inter­nationalen Umfeld (Weltgesundheitsorganisation, Europäische Arzneimittel­behörde, Europäische Kommission, Europarat und andere) wahr.

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