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Grippeimpfung rettet Leben – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Besuch im Paul-Ehrlich-Institut

Die Impfung gegen Grippe ist der wirksamste Schutz vor einer Infektion mit gefährlichen Influenzaviren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen inzwischen für Risikogruppen die Kosten für die Grippeimpfung mit dem Vierfach-Impfstoff. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn informierte sich anlässlich der neu gestarteten Grippe-Impfsaison vor Ort im Paul-Ehrlich-Institut (PEI) über die Zulassung und Chargenprüfung zur Gewährleistung von Sicherheit und Wirksamkeit der Influenza-Impfstoffe.

22 / 2018

"Noch immer unterschätzen viele Patientinnen und Patienten das gesundheitliche Risiko einer Grippeinfektion und verzichten auf die jährliche Grippeschutzimpfung. Grippe sollten wir nicht auf die leichte Schulter nehmen, sie verläuft nicht immer glimpflich. Der beste Schutz vor Grippeviren ist und bleibt die Impfung. Gut ist, dass frühzeitig für alle Versicherten der hochwertige Vierfachimpfstoff verfügbar ist", sagte Bundes­gesundheitsminister Jens Spahn. Er begrüßte die Entscheidung des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), der Empfehlung der Ständigen Impfkommission STIKO zu folgen. Dadurch stehen tetravalente Grippeimpfstoffe inzwischen auch gesetzlich Versicherten zur Verfügung.

Begrüßung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor dem PEI Begrüßung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor dem PEIBegrüßung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) Quelle: PEI

Die Versorgung mit Impfstoffen ist dem Bundesgesundheitsminister ein besonderes Anliegen. "Wir haben aus der Vergangenheit gelernt, wo es durch Rabattverträge immer wieder zu Lieferengpässen in bestimmten Regionen Deutschlands gekommen ist. Unsere Erfahrungen sind in einen Gesetzentwurf eingeflossen, der für die Zukunft keine Exklusivverträge mehr vorsieht", betonte Spahn. Patientinnen und Patienten stehen gemäß des vom Kabinett verabschiedeten Entwurfs des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSGV) künftig die Impfstoffe aller Hersteller zur Verfügung. Der Gesetzentwurf enthält Vorgaben für eine wirtschaftliche Preisfindung und soll eine hochwertige und wirtschaftliche Impfstoffversorgung gewährleisten.

Professor Klaus Cichutek, Präsident des PEI: "Wir freuen uns, heute den Bundesminister für Gesundheit, Jens Spahn, im Paul-Ehrlich-Institut zu begrüßen und ihm das breite Spektrum der nationalen und internationalen Aktivitäten im Bereich Arzneimittelregulation und -forschung vorzustellen." Impfstoffe sind von zentraler Bedeutung für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Die Experten des PEI genehmigen klinische Prüfungen, bewerten neue Impfstoffe in den Zulassungs­verfahren und unterziehen alle für den deutschen Markt vorgesehenen Impfstoffe der Chargenprüfung und geben diese nach erfolgreicher Prüfung frei. Zudem erfassen und bewerten sie Verdachtsfälle von Impfkomplikationen. So sorgt das PEI für Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe.

Hintergrund – Maßnahmen zum Schutz vor Versorgungsengpässen mit Impfstoffen

Um Lieferengpässe von Impfstoffen früh zu erkennen und durch geeignete Maßnahmen Versorgungsengpässe zu vermeiden, führte das PEI bereits im Jahr 2015 die Lieferengpassliste von Human-Impfstoffen auf den Internetseiten (www.pei.de/lieferengpaesse) ein. Im Juli 2018 wurde dieses Meldeverfahren in Kooperation mit den Impfstoffherstellern weiter verbessert. Medizinische Fachkreise und die breite Öffentlichkeit fragen die tagesaktuellen Informationen rund um die Verfügbarkeit von Impfstoffen stark nach.

Darüber hinaus bietet das PEI seit dem 10. Oktober 2018 ein Online-Formular zur Meldung regionaler Versorgungsengpässe an (www.pei.de/lieferengpaesse-verbrauchermeldung). Hier können Angehörige der Heilberufe sowie Verbraucherinnen und Verbraucher melden, wenn ein Impfstoff, der laut Lieferengpassliste verfügbar ist, regional nicht bezogen werden kann. Dadurch möchte das PEI Erkenntnisse über die Ursachen von regionalen Lieferproblemen gewinnen, um perspektivisch auch solchen Impfstoff-Versorgungsengpässen vorzubeugen.

Kontakt:
Paul-Ehrlich-Institut
Pressestelle
Telefon: +49 6103 77 1030
E-Mail: Presse@pei.de

Das Paul-Ehrlich-Institut in Langen bei Frankfurt am Main ist als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel eine Bundesoberbehörde im Geschäfts­bereich des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Es erforscht, bewertet und lässt bio­medizinische Human-Arzneimittel und immunologische Tierarzneimittel zu und ist für die Genehmigung klinischer Prüfungen sowie die Pharmakovigilanz – Erfassung und Bewertung möglicher Nebenwirkungen – zuständig.

Die staatliche Chargenprüfung, wissenschaftliche Beratung/Scientific Advice und Inspektionen gehören zu den weiteren Aufgaben des Instituts. Unverzichtbare Basis für die vielseitigen Aufgaben ist die eigene experimentelle Forschung auf dem Gebiet der Biomedizin und der Lebenswissenschaften.

Das Paul-Ehrlich-Institut mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nimmt zudem Beratungsfunktionen im nationalen (Bundesregierung, Länder) und inter­nationalen Umfeld (Weltgesundheitsorganisation, Europäische Arzneimittel­behörde, Europäische Kommission, Europarat und andere) wahr.

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