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Chikungunya: Information zur Auswahl von Blutspendern

Chikungunya-Viren (Quelle: CDC/Cynthia Goldsmith, James A. Comer and Barbara Johnson)Chikungunya-Virus

Chikungunya-Fieber ist eine Virusinfektion, die durch Mückenstiche auf den Menschen übertragen wird und zu schwerwiegenden Erkrankungen führt. Zur Vorbeugung einer Übertragung mit dem Chikungunya-Fieber wurde im Jahr 2006 die Auflage erteilt (Anordnung vom 22.02.2007), spendewillige Personen nach Rückkehr aus einem Chikungunya-Endemiegebiet, zu dem Zeitpunkt Afrika südlich der Sahara sowie der gesamte südostasiatische Raum, für mindestens zwei Wochen von der Spende zurückzustellen.

Die Auflage betrifft Spenden, aus denen Blutkomponenten hergestellt werden sollen, die keinem geeigneten Verfahren zur Pathogen-Inaktivierung unterzogen werden. Ausgehend von Afrika, südlich der Sahara und Südostasien hat sich das Virus weiter ausgebreitet und wurde in den letzten Jahren auch auf den Inseln im indischen und pazifischen Ozean, in Norditalien, Südfrankreich, auf Madeira, auf den Inseln der Karibik sowie auf dem Festland Amerika (Französisch-Guayana, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Paraguay, Puerto Rico und Mittelamerika) beobachtet. Da die als Vektor fungierenden Aedes-Mücken, die das Chikungunya-Fieber Virus verbreiten, im Süden Europas und der USA bereits vor­handen sind, ist mit einer weiteren Ausbreitung des Virus zu rechnen.

Informationen zu neuen Ausbruchgebieten werden von der WHO bereitgestellt, aktuelle Karten zu Chikungunya-Endemiegebieten werden von den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) der USA im Internet bereitgestellt. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) hat eine Bewertung des Chikungunya-Ausbruchs in der Karibik und eine Risikobewertung für die Länder der Europäischen Union vorgenommen.

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Rechtsquellen

10.08.2017: Rechtsvorschriften

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09.01.2018: Bekanntmachungen im Bundesanzeiger

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