Navigation und Service

Regulation von Tierimpfstoffen – Sicherheit, Wirksamkeit und Verfügbarkeit im Fokus

Experten und Expertinnen der Abteilung "Veterinärmedizin" des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, trafen sich am 13.12.2018 mit der Arbeitsgruppe "Tierseuchenbekämpfung und Schutzimpfung" des Bundesverbandes für Tiergesundheit e.V. (BfT) zum diesjährigen Dialog rund um die Regulation und Forschung von Tierimpfstoffen. Auf der Agenda stand der Wissenstransfer zu der neuen EU-Tierarzneimittelverordnung, der staatlichen Chargenfreigabe sowie dem Brexit.

"Immunologische Tierarzneimittel sind nicht weniger wichtig als Humanimpfstoffe, denn die Gesundheit der Menschen ist eng verbunden mit der Gesundheit der Tiere", so Professor Klaus Cichutek, Präsident des PEI. "Im Austausch mit dem BfT machen wir die regulatorischen Anforderungen an die Zulassung und Chargenprüfung von Tierimpfstoffen transparent und engagieren uns so für ihre Sicherheit, Wirksamkeit und Verfügbarkeit. Damit leisten wir auch einen weiteren Beitrag zur Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger."

Bildcollage Haus- und Hoftiere (Quelle: viktorinka / fotolia.com)

Mit der neuen EU-Verordnung für Tierarzneimittel bietet der Gesetzgeber die Möglichkeit, die Verwendung von Antibiotika zu beschränken und damit antimikrobielle Resistenzen stärker zu bekämpfen sowie die Verfügbarkeit und Sicherheit von Tierarzneimitteln zu verbessern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, wie sich die Verordnung auf die Forschung, Entwicklung, Zulassung und Chargenfreigabe von Tierimpfstoffen auswirkt. Ein weiterer Schwerpunkt war der Brexit. Ab April 2019 stehen die Arzneimittelagenturen des Vereinigten Königreichs nicht mehr wie bisher für Verfahren innerhalb der Europäischen Union (EU) zur Verfügung. Das PEI informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es darauf vorbereitet sei, weitere regulatorische Aufgaben zu übernehmen.

Das Treffen mit der Arbeitsgruppe "Tierseuchenbekämpfung und Schutzimpfung" findet seit über 20 Jahren einmal im Jahr statt.

Weitere Informationen

Auswirkungen des Brexit: Vorbereitungen des Paul-Ehrlich-Instituts

Die EU-Tierarzneimittelverordnung tritt voraussichtlich Anfang des Jahres 2019 in Kraft. Nach einer Übergangsphase von drei Jahren müssen die Vorschriften angewendet werden.

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Diese Seite

Zusatzinformationen

Zugelassene Tierarzneimittel

Tierimpfstoffe

Mehr

weitere Tierarzneimittel

Mehr

Veterinärmedizin Pharmakovigilanz

Mehr

Aktuelle News für Veterinäre

Ansteckung mit Masernviren: Andocken an zwei Zellrezeptoren notwendig

Mehr

Weniger Tierversuche in der Arzneimittelprüfung – erneuter Erfolg für die Bundesinstitute

Mehr