Paul-Ehrlich-Institut

Un­ser En­ga­ge­ment im CHMP

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) bei der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) übernimmt im Rahmen des zentralisierten Zulassungsverfahrens die wissenschaftliche Beurteilung der Antragsunterlagen zur Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit inklusive der Umweltverträglichkeit eines neuen Arzneimittels für die Anwendung am Menschen. Der wissenschaftliche Bewertungsbericht des CHMP bildet die Entscheidungsgrundlage für die Europäische Kommission zur Erteilung oder Ablehnung einer zentralen Zulassung des Humanarzneimittels in allen EU-Mitgliedstaaten.

Mitglieder des CHMP sind die wissenschaftlichen Arzneimittelexpertinnen und -experten der Arzneimittelagenturen der EU-Mitgliedstaaten. Pro Mitgliedstaat gehören dem CHMP je eine Vertreterin oder ein Vertreter an, weitere fünf Mitglieder werden aufgrund ihrer besonderen Expertise kooptiert. Als kooptiertes Mitglied des Paul-Ehrlich-Instituts ist vertreten:

Dr. Jan Müller-Berghaus, Paul-Ehrlich-Institut
Kooptiertes Mitglied im CHMP

CHMP-Meeting-Highlights Dezember 2021

Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen

  • Apexxnar (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff [20-valent, adsorbiert]) ist als aktive Immunisierung zur Vorbeugung von invasiven Erkrankungen und Lungenentzündungen, die durch Streptococcus pneumoniae verursacht werden, bei Personen im Alter von 18 Jahren und darüber, angezeigt. Invasive Erkrankungen und Lungenentzündungen, die durch eine Infektion mit S. pneumoniae verursacht werden, führen zu einer hohen Morbidität und Mortalität, insbesondere bei älteren Menschen und bei Patientinnen und Patienten mit Komorbiditäten oder geschwächtem Immunsystem. Apexxnar ist ein Konjugatimpfstoff, der Pneumokokken-Polysaccharide aus 20 Serotypen enthält, die mit einem Trägerprotein aus Corynebacterium diphtheriae konjugiert sind. Diese Konjugation löst eine T-Zell-abhängige Immunantwort aus.
  • Padcev (Enfortumab Vedotin) ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom indiziert, die zuvor eine platinhaltige Chemotherapie und einen Inhibitor des programmed death receptor‑1 (PD-1) oder des programmed cell death 1 ligand 1 (PD-L1) erhalten haben. Urothelkarzinom ist ein aggressiver Krebs der Blase oder anderer Teile des Harntrakts. Padcev ist ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat, das an Nectin-4 auf der Zelloberfläche bindet und einen Komplex bildet, der der Endozytose unterliegt. Durch die Spaltung von Padcev in den Lysosomen wird der Wirkstoffanteil des Konjugats, Monomethylauristatin E, freigesetzt, der die Polymerisation von Tubulin blockiert und eine Kaskade von Ereignissen auslöst, die in der zellulären Apoptose gipfelt. Nektin-4 wird von der überwiegenden Mehrheit der Urothelkarzinoms exprimiert. Obwohl weitere prädiktive Faktoren für Urothelkarzinom noch untersucht werden, scheint das Vorhandensein einer erhöhten Expression des Adhäsionsproteins Nectin-4 mit dem Fortschreiten der Krankheit und einer schlechten Prognose bei Urothelkarzinom und anderen Krebsarten verbunden zu sein.
  • Saphnelo (Anifrolumab) ist als Zusatztherapie zur Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit mittelschwerem bis schwerem, aktivem Autoantikörper-positivem Systemischen Lupus Erythematodes (SLE) trotz Standardtherapie angezeigt. SLE ist eine multifaktorielle chronische und multisystemische Autoimmunerkrankung mit unterschiedlichen klinischen Erscheinungsformen, wobei Arthritis und lichtempfindlicher Hautausschlag häufige Symptome sind. Die Ätiologie des SLE ist unbekannt, obwohl man annimmt, dass genetische, umweltbedingte und hormonelle Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Die Familie der Interferon-Zytokine vom Typ I reguliert verschiedene Immunfunktionen und zelluläre Komponenten. Beim SLE sind mehrere Interferon-regulierte Gene überexprimiert. Anifrolumab ist ein monoklonaler Antikörper, der an den Anti-Typ-I-Interferon-Rezeptor (IFNAR1) bindet und die Bindung der Typ-I-Interferone an ihren Rezeptor hemmt, wodurch ihre Aktivität blockiert wird.
  • Xevudy (Sotrovimab) ist für die Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und einem Gewicht von mindestens 40 kg) angezeigt, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass die Krankheit schwer verläuft. COVID-19 oder Coronavirus-Krankheit 2019 ist eine ansteckende Krankheit, die durch das SARS-CoV-2-Virus (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom Coronavirus 2) verursacht wird. Obwohl dieses Virus eine Vielzahl von Zellen infizieren kann, ist es vor allem dafür bekannt, Atemwegssymptome zu verursachen, die von leicht bis schwer reichen. Das Virus dringt hauptsächlich durch Bindung an das Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE2) in die Zellen ein. Xevudy ist ein monoklonaler Antikörper, der an eine hochkonservierte Region der rezeptorbindenden Domäne (RBD) des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus bindet. Obwohl Xevudy die Anheftung an ACE2 nicht behindert, blockiert es den Eintritt des Virus in die Zellen und verhindert die Infektion. Die Mehrzahl der Patientinnen und Patienten in der Studie war mit dem ursprünglichen SARS-CoV-2-Virus infiziert. Einige Patientinnen und Patienten waren mit Varianten wie Alpha und Epsilon infiziert. Die Ergebnisse der Laborstudien deuten darauf hin, dass Xevudy auch gegen andere Varianten (einschließlich Omikron) wirksam sein dürfte.

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Entyvio (Vedolizumab): Erweiterung der Indikation auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit mäßig bis schwer aktiver chronischer Pouchitis, die sich wegen Colitis ulcerosa einer Proktokolektomie (operative Entfernung des End- und Dickdarms) und einer Analanastomose des Ileuspouches unterzogen haben und auf eine Antibiotikatherapie nur unzureichend oder gar nicht angesprochen haben. Entyvio ist bereits für die Behandlung von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn zugelassen.
  • Keytruda (Pembrolizumab): Erweiterung der Indikation für Keytruda als Monotherapie auf die adjuvante Behandlung von Erwachsenen mit Nierenzellkarzinom, bei denen nach einer Nephrektomie (operative Entfernung der Niere) oder nach einer Nephrektomie und Resektion von Metastasen ein erhöhtes Rezidivrisiko besteht. Keytruda ist bereits für die Behandlung des Melanoms, des nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), des klassischen Hodgkin-Lymphoms, des Urothelkarzinoms, des Plattenepithelkarzinoms im Kopf- und Halsbereich, des Nierenzellkarzinoms, des Kolorektalkarzinoms, des Ösophaguskarzinoms, des dreifach-negativen Brustkrebses und des Endometriumkarzinoms zugelassen.

Neu veröffentlichte EPARs

Der EPAR (Europäischer öffentlicher Bewertungsbericht) ist das Hauptdokument, in dem die EMA detaillierte Informationen über die vom CHMP bewerteten Arzneimittel veröffentlicht.

  • Trodelvy (Sacituzumab Govitecan): für die Behandlung von dreifach negativem Brustkrebs.

Kürzlich gestartete Zulassungsverfahren

Jeden Monat werden bei der EMA neue Arzneimittel zur Zulassung eingereicht, die Patientinnen und Patienten neue Therapiemöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen eröffnen sollen. Der CHMP führt eine wissenschaftliche Bewertung der Anträge durch und gibt eine Empfehlung ab.

  • Relatlimab / Nivolumab: Für die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen (inoperablen oder metastasierten) Melanoms bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Gewicht von mindestens 40 kg).

CHMP-Meeting-Highlights November 2021

Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen

  • Regkirona (Regdanvimab) ist indiziert für die Behandlung von Erwachsenen mit der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19), die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko besteht, dass sich eine schwerer COVID-19-Verlauf entwickelt.
  • Ronapreve (Casirivimab/Imdevimab) ist indiziert für

    • die Behandlung von COVID-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und bei denen ein erhöhtes Risiko für das Fortschreiten zu einer schweren COVID-19 besteht.
    • die Vorbeugung von COVID-19 bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 12 Jahren und älter mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg.

    COVID-19 oder Coronavirus-Krankheit 2019 ist eine ansteckende Krankheit, die durch das SARS-CoV-2-Virus (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom Coronavirus 2) verursacht wird. Obwohl dieses Virus eine Vielzahl von Zellen infizieren kann, ist es vor allem dafür bekannt, Atemwegssymptome zu verursachen, die von leicht bis schwer reichen. Das Virus dringt hauptsächlich durch Bindung an das Angiotensin Converting Enzyme 2 (ACE2) in die Zellen ein. Regkirona und Ronapreve binden an die rezeptorbindende Domäne (RBD) des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus und behindern so dessen Bindung an ACE2. Dadurch wird der Eintritt des Virus in die Zellen blockiert und die Infektion verhindert. Regkirona und Ronapreve sind die ersten monoklonalen Antikörper, die vom CHMP eine positive Stellungnahme für die Behandlung von COVID-19 erhalten haben.

    Auf der Grundlage der CHMP-Empfehlungen hat die Europäische Kommission inzwischen die Zulassungen für Regkirona und Ronapreve erteilt.

  • Uplizna (Inebilizumab) ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit Neuromyelitis optica-Spektrum-Störungen (NMOSD) indiziert, die Anti-Aquaporin-4-Immunglobulin G (AQP4-IgG) seropositiv sind. NMOSD ist ein seltenes und chronisches Autoimmun-Syndrom heterogener Ätiologie, das sich in einer akuten Entzündung des Sehnervs und des Rückenmarks manifestiert. AQP4 wird in Astrozyten exprimiert und ist der am häufigsten vorkommende Wasserkanal im zentralen Nervensystem. AQP4-IgGs werden bei 80-90 % der Patienten nachgewiesen und führen durch Antikörper-vermittelte Immunreaktionen zum Verlust von Astrozyten, wobei der Mechanismus noch nicht vollständig verstanden ist. Uplizna ist ein monoklonaler Antikörper, der an ein spezifisches Oberflächenantigen der B-Zellen bindet, was zu einer Verarmung dieser Zellen führt und dadurch die Immunantwort unterdrückt. Vaxneuvance (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff, 15-valent, adsorbiert) ist für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung von invasiven Erkrankungen und Lungenentzündungen durch Streptococcus pneumoniae bei Personen ab 18 Jahren angezeigt. Invasive Erkrankungen und Lungenentzündungen, die durch eine Infektion mit S. pneumoniae verursacht werden, führen zu einer hohen Morbidität und Mortalität, insbesondere bei älteren Menschen und bei Patienten mit Komorbiditäten oder geschwächtem Immunsystem. Vaxneuvance ist ein Konjugatimpfstoff, der Pneumokokken-Polysaccharide aus 15 Serotypen enthält, die mit einem Trägerprotein aus Corynebacterium diphtheriae konjugiert sind. Diese Konjugation löst eine T-Zell-abhängige Immunantwort aus.
  • Vyepti (Eptinezumab) ist für die Prophylaxe von Migräne bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat angezeigt. Migräne ist eine chronische Erkrankung, die durch wiederkehrende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist und die Lebensqualität und Produktivität beeinträchtigen kann. Obwohl die Ursachen der Migräne nicht bekannt sind, hat man festgestellt, dass Calcitonin-Gen-verwandte Peptide (CGRPs) an der Entstehung von Schmerzen bei Migräne beteiligt sind. Vyepti ist ein monoklonaler Anti-CGRP-Antikörper, der intravenös verabreicht wird. Indem er an CGRP bindet, verhindert er die Entwicklung der Kaskade von Ereignissen, die zu einem Migräneanfall führen.

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Dengvaxia (tetravalenter Dengue-Lebendimpfstoff): Erweiterung der Indikation auf die Vorbeugung von Dengue-Erkrankungen, die durch die Dengue-Virus-Serotypen 1, 2, 3 und 4 verursacht werden, bei Personen im Alter von 6 bis 45 Jahren mit einer durch Tests bestätigten früheren Dengue-Infektion.

Neu veröffentlichte EPARs

Der EPAR (Europäischer öffentlicher Bewertungsbericht) ist das Hauptdokument, in dem die EMA detaillierte Informationen über die vom CHMP bewerteten Arzneimittel veröffentlicht.

  • Regkirona (Regdanvimab) (zur Indikation siehe oben „Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen“)
  • Ronapreve (Casirivimab/Imdevimab) (zur Indikation siehe oben „Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen“)

CHMP-Meeting-Highlights Oktober 2021

Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen

  • Rybrevant (Amivantamab) erhielt ein positives Gutachten für eine bedingte Zulassung (conditional marketing authorisation, CMA). Es ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit aktivierenden Exon-20-Insertionsmutationen des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFR) nach Versagen einer platinbasierten Therapie angezeigt. Nichtkleinzelliger Lungenkrebs (NSCLC) ist eine schwerwiegende und häufig tödlich verlaufende Erkrankung, die über 85 % aller Lungenkrebsfälle ausmacht. Obwohl Mutationen im EGFR-Proto-Onkogen in dieser Krankheit häufig sind, handelt es sich nur bei etwa 10 % um Insertionen in Exon 20. Zugelassene Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) können die daraus resultierenden abnormalen Proteine nicht binden und hemmen, was die entstehenden Tumore resistent gegen diese TKI macht. Rybrevant ist ein bispezifischer Antikörper, der gegen EGFR und MET gerichtet ist, obwohl der Mechanismus, durch den er Tumore hemmt, nicht vollständig verstanden ist.
  • Trodelvy (Sacituzumab Govitecan) ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit inoperablem oder metastasiertem dreifach negativem Brustkrebs (TNBC) indiziert, die zwei oder mehr vorherige systemische Therapien erhalten haben, darunter mindestens eine für eine fortgeschrittene Erkrankung. TNBC macht etwa 15 % aller invasiven Brustkrebse aus und ist mit einer schlechten Prognose verbunden. Diese Tumoren zeichnen sich durch eine fehlende Expression des humanen epidermalen Wachstumsfaktors 2 (HER2) sowie von Östrogen- und Progesteronrezeptoren aus, was sie unempfindlich gegenüber einer Hormontherapie oder HER2-gerichteten Medikamenten macht. Trodelvy ist das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat seiner Klasse, das einen monoklonalen Antikörper gegen das Oberflächenantigen 2 der Trophoblastenzellen (Trop-2) enthält, der über einen hydrolysierbaren Linker kovalent an den Topoisomerase-I-Inhibitor SN-38 gebunden ist. Da Trop-2 in bösartigen Tumoren häufig überexprimiert ist, wird Trodelvy durch seine Antikörperkomponente in den Tumor eingeschleust. Die SN-38-Komponente wird dann nach Hydrolyse des Linkers intra- und extrazellulär freigesetzt.
  • Vaxneuvance (Pneumokokken-Polysaccharid-Konjugatimpfstoff, 15-valent, adsorbiert) ist für die aktive Immunisierung zur Vorbeugung von invasiven Erkrankungen und Lungenentzündungen durch Streptococcus pneumoniae bei Personen ab 18 Jahren angezeigt. Invasive Erkrankungen und Lungenentzündungen, die durch eine Infektion mit S. pneumoniae verursacht werden, führen zu einer hohen Morbidität und Mortalität, insbesondere bei älteren Menschen und bei Patienten mit Komorbiditäten oder geschwächtem Immunsystem. Vaxneuvance ist ein Konjugatimpfstoff, der Pneumokokken-Polysaccharide aus 15 Serotypen enthält, die mit einem Trägerprotein aus Corynebacterium diphtheriae konjugiert sind. Diese Konjugation löst eine T-Zell-abhängige Immunantwort aus.

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Hizentra (normales menschliches Immunglobulin): Die Indikation wurde aktualisiert. Hizentra ist jetzt als Ersatztherapie zur Behandlung sekundärer Immundefekte bei Patienten mit schweren oder wiederkehrenden Infektionen, unwirksamer antimikrobieller Behandlung und entweder nachgewiesenem Versagen spezifischer Antikörper oder einem IgG-Serumspiegel von < 4 g/l angezeigt. Hizentra ist auch als Ersatztherapie für primäre Immundefizienzsyndrome und als immunmodulatorische Therapie für chronisch entzündliche demyelinisierende Polyneuropathie zugelassen.
  • Keytruda (Pembrolizumab):

    • Erweiterung der Indikation auf die Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms bei Erwachsenen in Kombination mit Lenvatinib. Keytruda ist außerdem in Kombination oder als Monotherapie für die Behandlung von Melanomen, nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom, klassischem Hodgkin-Lymphom, Urothelkarzinom, Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich, Nierenzellkarzinom, Darmkrebs und Speiseröhrenkrebs zugelassen.
    • Erweiterung der Indikation auf die Behandlung von fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom in Kombination mit Lenvatinib bei Erwachsenen, bei denen die Krankheit während oder nach einer vorangegangenen Behandlung mit einer platinhaltigen Therapie in einem beliebigen Setting fortgeschritten ist und die keine Kandidaten für eine kurative Operation oder Bestrahlung sind.
  • Repatha (Evolocumab): Erweiterung der Indikation auf die Behandlung pädiatrischer Patienten im Alter von 10 Jahren und älter mit homozygoter oder heterozygoter familiärer Hypercholesterinämie. Repatha allein oder in Kombination ist auch für die Behandlung etablierter atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen und gemischter Dyslipidämie angezeigt.
  • Skyrizi (Risankizumab): Erweiterung der Indikation auf die Behandlung der aktiven Psoriasis-Arthritis bei Erwachsenen, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Antirheumatika unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, allein oder in Kombination mit Methotrexat. Skyrizi war zuvor auch für die Behandlung von Plaque-Psoriasis zugelassen worden.

Kürzlich gestartete Zulassungsverfahren

  • Valoctocogene roxaparvovec: Orphan, Arzneimittel für neuartige Therapien (Advanced therapy medicinal product, ATMP), Behandlung der schweren Hämophilie A.

CHMP-Meeting-Highlights September 2021

Neue Medikamente zur Zulassung empfohlen

Der CHMP hat zwei Biosimilar-Arzneimittel für die Marktzulassung empfohlen:

  • Hukyndra und Libmyris (beide enthalten Adalimumab): zur Behandlung von entzündlichen Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Psoriasis, entzündlichen Darmerkrankungen oder Uveitis.

Ein Biosimilar ist ein biologisches Arzneimittel, das einem anderen biologischen Arzneimittel, das bereits zugelassen ist, sehr ähnlich ist.

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Keytruda (Pembrolizumab): Erweiterung der Indikation, in Kombination mit Chemotherapie, auf die Behandlung von lokal rezidivierendem, inoperablem oder metastasierendem dreifach negativem Brustkrebs bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 10 exprimieren und die keine vorherige Chemotherapie wegen einer metastasierenden Erkrankung erhalten haben. Keytruda war zuvor für die Behandlung von Melanomen, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinomen, klassischen Hodgkin-Lymphomen, Urothelkarzinomen, Plattenepithelkarzinomen des Kopfes und Halses, Nierenzellkarzinomen, Darmkrebs und Speiseröhrenkarzinomen zugelassen.
  • Nucala (Mepolizumab): Erweiterung der Indikation auf Nucala als Zusatztherapie für:

    • Patienten im Alter von 6 Jahren und älter mit schubförmig remittierender oder refraktärer eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis;
    • Erwachsene Patienten mit unzureichend kontrolliertem hypereosinophilem Syndrom ohne identifizierbare nicht-hämatologische Sekundärursache;
    • Erwachsene Patienten mit schwerer chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen, bei denen die Therapie mit systemischen Kortikosteroiden und/oder chirurgischen Eingriffen keine ausreichende Krankheitskontrolle ermöglicht (Zusatztherapie mit intranasalen Kortikosteroiden).

Nucala war zuvor für die Behandlung von eosinophilem Asthma zugelassen worden.

  • Opdivo (Nivolumab): Erweiterung der Indikation in Kombination mit einer Fluoropyrimidin- und Platin-basierten Kombinationschemotherapie für die Erstlinienbehandlung erwachsener Patienten mit HER2-negativem fortgeschrittenem oder metastasiertem Adenokarzinom des Magens, des gastroösophagealen Übergangs oder der Speiseröhre, deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score ≥ 5 exprimieren. Opdivo war zuvor für die Behandlung von Melanom, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, malignem Pleuramesotheliom, Nierenzellkarzinom, klassischem Hodgkin-Lymphom, Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses, Urothelkarzinom, Kolorektalkarzinom mit Mismatch-Reparaturdefizit oder hoher Mikrosatelliteninstabilität und Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre zugelassen worden.

Neu veröffentlichte EPAR

  • Bimzelx (Bimekizumab): zur Behandlung der Plaque-Psoriasis.
  • Byooviz (Ranibizumab): zur Behandlung der "feuchten" Form der altersbedingten Makuladegeneration, des Makulaödems, der proliferativen diabetischen Retinopathie und anderer Sehstörungen im Zusammenhang mit choroidaler Neovaskularisation.
  • Minjuvi (Tafasitamab): zur Behandlung des diffusen, großzelligen B-Zell-Lymphoms

Kürzlich gestartete Zulassungsverfahren

Jeden Monat werden bei der EMA neue Arzneimittel zur Zulassung eingereicht, die Patientinnen und Patienten neue Therapiemöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen eröffnen sollen. Der CHMP führt eine wissenschaftliche Bewertung der Anträge durch und gibt eine Empfehlung ab.

  • Tezepelumab: Zusatz zur Erhaltungstherapie bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren mit schwerem Asthma.
  • Faricimab: Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration und der Sehbehinderung aufgrund eines diabetischen Makulaödems.

COVID-19: CHMP schließt Überprüfung nach Artikel 5(3) zu Vaxzevria ab

Im Artikel 5(3) der Europäischen Verordnung 726/2004 steht: "Im Auftrag des Verwaltungsdirektors der Agentur oder des Vertreters der Kommission formuliert der Ausschuss für Humanarzneimittel außerdem Gutachten zu wissenschaftlichen Fragen im Zusammenhang mit der Beurteilung von Humanarzneimitteln. Alle Ersuchen der Mitgliedstaaten um Erstellung eines Gutachtens werden vom Ausschuss gebührend berücksichtigt. Der Ausschuss gibt ferner ein Gutachten ab, wenn Meinungsverschiedenheiten bei der Beurteilung von Arzneimitteln im Rahmen des Verfahrens der gegenseitigen Anerkennung bestehen. Das Gutachten des Ausschusses wird öffentlich zugänglich gemacht".

Ein wissenschaftliches Gutachten wurde von der Europäischen Kommission angefordert, nachdem erste Berichte über Thrombosen mit Thrombozytopenie-Syndrom (TTS) im Zusammenhang mit diesem Impfstoff aufgetaucht waren. Der CHMP hat die Analyse der Daten zum TTS-Risiko und zur Verwendung einer zweiten Dosis Vaxzevria abgeschlossen:

  • Anhand der Daten konnten keine besonderen Risikofaktoren ermittelt werden, die ein TTS wahrscheinlicher machen.
  • Die EMA empfiehlt weiterhin, eine zweite Dosis Vaxzevria zwischen 4 und 12 Wochen nach der ersten Dosis zu verabreichen, wie in der Produktinformation angegeben.
  • Es gibt keine Hinweise darauf, dass eine Verzögerung der zweiten Dosis einen Einfluss auf das Risiko von TTS hat.
  • Derzeit können keine endgültigen Empfehlungen für die Verwendung eines anderen Impfstoffs für die zweite Dosis gegeben werden.

CHMP-Meeting-Highlights Juli 2021

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Ultomiris (Ravulizumab): Ultomiris ist für die Behandlung der paroxysmalen nächtlichen Hämoglobinurie zugelassen. Die Erweiterung der Indikation schließt nun auch pädiatrische Patienten mit einem Körpergewicht von mindestens 10 kg ein.

Kürzlich gestartete Zulassungsverfahren

Jeden Monat werden bei der EMA neue Arzneimittel zur Zulassung eingereicht, die Patientinnen und Patienten neue Therapiemöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen eröffnen sollen. Der CHMP führt eine wissenschaftliche Bewertung der Anträge durch und gibt eine Empfehlung ab.

  • Ciltacabtagene autoleucel: Behandlung des multiplen Myeloms.
  • Omburtamab I-131: Behandlung des Neuroblastoms.
  • Ranibizumab: Behandlung der neovaskulären altersbedingten Makuladegeneration bei Erwachsenen.

Referral-Verfahren

Ein Referral ist ein Verfahren, bei dem die EMA gebeten wird, ein Arzneimittel oder eine Arzneimittelklasse im Namen der Europäischen Union wissenschaftlich zu bewerten. Diese Art von Verfahren dient dazu, bestimmte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit oder des Nutzen-Risiko-Verhältnisses auszuräumen.

Schlussfolgerung des Referral-Verfahrens zu Zynteglo: Der CHMP hat die Ergebnisse einer Überprüfung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (Pharmacovigilance Risk Assessment Committee, PRAC) der EMA bestätigt, die keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem viralen Vektor und akuter myeloischer Leukämie (AML) ergab:

  • Obwohl zwei Personen, die denselben viralen Vektor in einem anderen Arzneimittel erhielten, an AML erkrankten, sind andere Erklärungen als die Insertionsonkogenese plausibler, einschließlich der Konditionierungstherapie, die die Patienten erhielten, und des höheren Risikos von hämatologischem Krebs bei Menschen mit Sichelzellkrankheit.
  • Ärztinnen und Ärzte sollten die Patientinnen und Patienten, die Zynteglo erhalten, ausdrücklich über das erhöhte Risiko von Blutkrebs durch die in der Konditionierungsbehandlung verwendeten Arzneimittel informieren.
  • Ärztinnen und Ärzte sollten die Patientinnen und Patienten weiterhin auf Krebs überwachen. Die EMA hat ihre Empfehlung zur Krebsvorsorge aktualisiert und die Anforderung von einmal jährlich auf mindestens einmal jährlich geändert.

CHMP-Meeting-Highlights Juni 2021

Neue biomedizinische Arzneimittel zur Zulassung empfohlen

  • Abecma (Idecabtagene Vicleucel) dient zur Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom (MM), die mindestens drei vorangegangene Therapien erhalten haben, darunter einen immunmodulierenden Wirkstoff, einen Proteasom-Inhibitor und einen Anti-CD38-Antikörper, und deren Krebserkrankung sich seit der letzten Behandlung verschlimmert hat. MM ist ein Blutkrebs, der durch die bösartige Vermehrung von Plasmazellen gekennzeichnet ist, welche durchgängig das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) exprimieren. BCMA wird in normalen nicht hämatopoetischen Zellen nicht exprimiert. Abecma ist ein Gentherapieprodukt, das aus modifizierten autologen T-Zellen besteht, die bei Aktivierung den zytolytischen Tod von Zellen auslösen, welche BCMA exprimieren.
  • Bimzelx (Bimekizumab) zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis. Psoriasis ist eine häufige chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit unterschiedlichen klinischen Phänotypen, wobei 80 bis 90% der Patientinnen und Patienten von Plaque-Psoriasis betroffen sind. Die Plaque-Psoriasis ist durch erhabene, scharf abgegrenzte, erythematöse Plaques gekennzeichnet, die von silbrigen Schuppen bedeckt sind. Bimzelx ist ein gegen Interleukin 17-A und 17-F gerichteter monoklonaler Antikörper, der die Entzündungsreaktion des Körpers durch Neutralisierung dieser Zytokine reduziert.
  • Byooviz (Ranibizumab) zur Behandlung

    • der neovaskulären (feuchten) altersbedingten Makuladegeneration,
    • der Sehbeeinträchtigung aufgrund eines diabetischen Makulaödems,
    • der proliferativen diabetischen Retinopathie,
    • der Sehbeeinträchtigung aufgrund eines Makulaödems als Folge eines Netzhautvenenverschlusses (Zweig-RVO oder Zentral-RVO) und
    • der Sehbeeinträchtigung aufgrund einer choroidalen Neovaskularisation.

    Der vaskuläre endotheliale Wachstumsfaktor A (VEGF-A) ist das Hauptprotein, das für das Auslösen des Wachstums von Blutgefäßen verantwortlich ist. Es wird daher angenommen, dass dieser zur Pathophysiologie von Krankheiten beiträgt, die Blutgefäße betreffen, wie die oben genannten Indikationen. Byooviz ist ein monoklonaler Antikörper, der den VEGF-A-Signalweg hemmt, indem er die Bindung an VEGF-A blockiert. Byooviz ist ein Biosimilar Arzneimittel zu Lucentis.

  • Minjuvi (Tafasitamab) erhielt eine Empfehlung für eine bedingte Marktzulassung zur Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem diffus-großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), die nicht für eine autologe Stammzelltransplantation (ASCT) in Frage kommen. DLBCL ist eine aggressive Krebserkrankung der B-Lymphozyten und die häufigste Form des Non-Hodgkin-Lymphoms. Minjuvi ist ein monoklonaler Antikörper, der an das CD19-Oberflächenantigen von B-Zellen bindet, was zu einem Antikörper-induzierten Zelltod führt.

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Opdivo (Nivolumab): Erweiterung der Indikation als Monotherapie, auf die adjuvante Behandlung erwachsener Patienten mit Speiseröhrenkrebs oder Krebs des gastroösophagealen Übergangs, die nach einer vorherigen neoadjuvanten Chemoradiotherapie einen pathologischen Restbefund aufweisen. Opdivo ist bereits, in Kombination oder als Monotherapie, für die Behandlung von Melanom, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs, malignem Pleuramesotheliom, Nierenzellkarzinom, klassischem Hodgkin-Lymphom , Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses, Urothelkarzinom, Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre und Dickdarmkrebs zugelassen.

CHMP-Meeting-Highlights Mai 2021

Empfehlungen zur Erweiterung der therapeutischen Indikation

  • Blincyto (Blinatumomab): Erweiterung der Indikation als Monotherapie auf die Behandlung von pädiatrischen Patientinnen und Patienten im Alter von 1 Jahr oder älter mit Hochrisiko-Erstrezidiv einer Philadelphia-Chromosom-negativen CD19-positiven akuten B-Vorläufer-Lymphoblasten-Leukämie (ALL) im Rahmen der Konsolidierungstherapie.
  • Darzalex (Daratumumab): Erweiterung der Indikation in Kombination mit Pomalidomid und Dexamethason auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit multiplem Myelom, die eine vorherige Therapie mit einem Proteasom-Inhibitor und Lenalidomid erhalten haben und Lenalidomid-refraktär waren oder die mindestens zwei vorherige Therapien mit Lenalidomid und einem Proteasom-Inhibitor erhalten haben und bei oder nach der letzten Therapie ein Fortschreiten der Erkrankung zeigten.
  • Darzalex (Daratumumab): Erweiterung der Indikation in Kombination mit Cyclophosphamid, Bortezomib und Dexamethason auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit neu diagnostizierter systemischer Leichtketten-Amyloidose (ALL).
  • Keytruda (Pembrolizumab): Erweiterung der Indikation in Kombination mit Platin- und Fluoropyrimidin-basierter Chemotherapie auf die Erstlinienbehandlung von Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem inoperablem oder metastasiertem Karzinom der Speiseröhre oder HER-2-negativem Adenokarzinom des gastroösophagealen Übergangs bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 mit einem CPS ≥ 10 exprimieren. Keytruda war zuvor in Kombination oder als Monotherapie für die Behandlung von Melanom, nicht kleinzelligem Lungenkarzinom, klassischem Hodgkin-Lymphom, Urothelkarzinom, Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich, Nierenzellkarzinom und Darmkrebs zugelassen worden.
  • Libtayo (Cemiplimab): Erweiterung der Indikation als Monotherapie auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Basalzellkarzinom, die nicht auf einen Hedgehog-Pathway-Inhibitor (HHI) angesprochen haben oder diesen nicht vertragen.
  • Libtayo (Cemiplimab): Erweiterung der Indikation auf die Erstlinienbehandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit nicht kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), das PD-L1 exprimiert (in ≥ 50% der Tumorzellen) ohne EGFR-, ALK- oder ROS1-Aberrationen, mit lokal fortgeschrittenem NSCLC, die keine Kandidaten für eine definitive Chemobestrahlung sind, oder metastasiertem NSCLC.
  • Opdivo (Nivolumab): Erweiterung der Indikation, in Kombination mit Ipilimumab, auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit Mismatch-Reparatur-defizientem oder mikrosatelliteninstabilem metastasiertem kolorektalen Karzinom nach vorheriger Fluoropyrimidin-basierter Kombinationschemotherapie. Opdivo war zuvor in Kombination oder als Monotherapie für die Behandlung von Melanom, nicht kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), malignem Pleuramesotheliom (MPM), Nierenzellkarzinom (RCC), klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL), Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (SCCHN), Urothelkarzinom und Plattenepithelkarzinom des Ösophagus (OSCC) zugelassen worden.
  • Spherox (Sphäroide aus humanen autologen matrixassoziierten Chondrozyten): Erweiterung der Indikation auf die Behandlung von Jugendlichen mit geschlossener epiphysärer Wachstumsplatte im betroffenen Gelenk.
  • Yervoy (Ipilimumab): Erweiterung der Indikation, in Kombination mit Nivolumab, auf die Behandlung erwachsener Patientinnen und Patienten mit Mismatch-Reparatur-defizientem oder mikrosatelliteninstabilem metastasiertem kolorektalen Karzinom nach vorheriger Fluoropyrimidin-basierter Kombinationschemotherapie. Yervoy war zuvor in Kombination oder als Monotherapie für die Behandlung von Melanom, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), malignem Pleuramesotheliom (MPM) und Nierenzellkarzinom (RCC) zugelassen worden.

Neu veröffentlichte EPARs

Der Europäische Öffentliche Beurteilungsbericht (European Public Assessment Report, EPAR) ist das Hauptdokument, in dem die EMA-Geschäftsstelle detaillierte Informationen über die vom CHMP bewerteten Arzneimittel veröffentlicht.

  • Jemperli (Dostarlimab) zur Behandlung von Endometriumkarzinom.
  • Alymsys (Bevacizumab) zur Behandlung von Dickdarmkrebs, Brustkrebs, nicht kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC), Nierenzellkarzinom, Eierstock- oder Eileiterkrebs und Gebärmutterhalskrebs.

Kürzlich gestartete Zulassungsverfahren

Jeden Monat werden bei der EMA-Geschäftsstelle neue Arzneimittel zur Zulassung eingereicht, die Patientinnen und Patienten neue Therapiemöglichkeiten für verschiedene Erkrankungen eröffnen sollen. Der CHMP nimmt eine wissenschaftliche Bewertung der Anträge vor und gibt eine Empfehlung ab.

  • Tetravalenter Dengue-Impfstoff (lebend, abgeschwächt), gemäß Artikel 58: Prävention der Dengue-Krankheit.
  • Tetravalenter Dengue-Impfstoff (lebend, abgeschwächt): Prävention der Dengue-Krankheit.
  • Oportuzumab monatox: Behandlung und Rezidivprophylaxe von Carcinoma-in-situ der Harnblase und Rezidivprophylaxe von hochgradigen Ta- oder T1-Papillartumoren.
  • Enfortumab vedotin: Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinoms.
  • Sacituzumab: Govitecan Behandlung von inoperablem lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem dreifach negativem Brustkrebs (mTNBC).

Aktualisiert: 03.01.2022