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Paul-Ehrlich-Institut als Akteur im Global Health Programm des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG)

Logo: Gefördert durch BMG aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Das BMG hat 2017 ein Global Health Programm (GHP) zur Verbesserung der internationalen Gesundheit gestartet. Darin nimmt das Paul-Ehrlich-Institut eine wichtige Rolle ein. Es geht darum, nationale Gesundheitssysteme in Afrika zu stärken und sich für die Umsetzung Internationaler Gesundheits­vorschriften einzusetzen.

Neben dem Paul-Ehrlich-Institut sind das Robert Koch-Institut (RKI), das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Bernhard-Nocht-Institut (BNI) mit der Umsetzung des Programms beauftragt.

Allgemeines

Das Global Health Programm-Projektteam des PEI (Quelle: PEI) Das Global Health Programm-Projektteam des PEIDas Global Health Programm-Projektteam des PEI

Deutschland setzt sich im Rahmen seiner internationalen Verpflichtung verstärkt dafür ein, Partnerländer in Ausbruchsgeschehen von Krankheiten und beim Aufbau belastbarer Gesundheitssysteme zu unterstützen. Dazu werden gezielt die auf internationale Infektionsgeschehen ausgerichteten Aktivitäten unterstützt.

Es sollen insbesondere regulatorische Behörden in Afrika gestärkt werden, damit dort der Zugang zu Arzneimitteln, insbesondere zu Impfstoffen, Blut und Blutprodukten gefördert wird.

Ein Schwerpunkt des Programms ist auch die regulatorische Überwachung und Kontrolle von klinischen Studien. Die Projekte im Rahmen des GHP sind derzeit für eine Laufzeit von fünf Jahren konzipiert.

Rolle des Paul-Ehrlich-Instituts

Das Paul-Ehrlich-Institut engagiert sich in folgenden Bereichen:

Modul 1: BloodTrain

Verfügbarkeit, Sicherheit und Qualität von Blut und Blutprodukten - Unterstützung des Aufbaus einer regulatorischen Struktur und ihrer Adaption an Krisensituationen in den Partnerländern

Projektleitung: Priv.-Doz. Dr. med. Dorothea Stahl (bisher: Prof. Dr. med. Rainer Seitz)

Blut und Blutprodukte sind von der WHO als essentielle Arzneimittel ausgewiesen. Das GHP unterstützt Länder in den Zielregionen in Afrika ihre Gesundheitssysteme zu stärken.

Ärztin hält Reagenzglas mit Blutprobe in der Hand (Quelle: CDC / Amanda Mills)

In diesem Rahmen sollen Kapazitäten ausgebaut werden, um den Zugang zu sicherem Blut und Blutprodukten für Patienten zu verbessern. Ein wesentliches Element ist dabei eine funktionierende regulatorische Struktur, die Verfügbarkeit, Sicherheit und Qualität von Blut und Blutprodukten gewährleistet. Ein handlungsfähiges Gesundheitssystem ist zudem in der Lage, sich in Krisensituationen adäquat anzupassen.

Das Projekt BloodTrain unterstützt den Aufbau regulatorischer Strukturen im Bereich der Blutversorgung und die Adaptation dieser Strukturen an Krisensituationen. Es übernimmt damit auch eine Rolle im Bereich der Katastrophenprävention und –vorsorge.

Im Rahmen des Projektes werden wissenschaftliche Mitarbeiter am PEI umfassend fachspezifisch und regulatorisch ausgebildet. Sie werden die Verhältnisse vor Ort in afrikanischen Ländern analysieren und geeignete Maßnahmen im Dialog mit dortigen Behörden und Blutspendediensten treffen. Außerdem werden umfassende strukturierte Schulungen für afrikanische Kollegen (Train-the Trainer-Prinzip) etabliert.

Modul 2: VaccTrain

Regulatorische Schulung und Beratung im Bereich Impfstoffe und biomedizinische Therapeutika

Projektleitung: Dr. Christoph Conrad

Nahaufnahme Prüfung Impfstoffe (Quelle: A. Buck / PEI)

Die Ebola-Epidemie in Westafrika hat gezeigt, dass Impfstoffe und Therapeutika zur schnellen Eindämmung einer Epidemie nicht oder nicht in genügendem Maß zur Verfügung stehen.

Gesundheitssysteme sind in solchen Situationen häufig überlastet. Unerlässliche klinische Prüfungen können, wenn überhaupt, nur mit Einschränkungen und Zeitverzögerung organisiert werden.

Im Rahmen des Teilprojektes soll ein Beitrag zum Aufbau der notwendigen wissenschaftlichen und regulatorischen Kapazitäten vor Ort geleistet werden. Dies beinhaltet die Analyse und Bewertung der aktuellen Situation in den Partnerländern und die Identifizierung von Schwachstellen. Daraus wird ein mit dem Partnerland abgestimmtes Entwicklungsprogramm erarbeitet. Anschließend wird der Aufbau regulatorischer Strukturen und Kapazitäten von Institutionen im Partnerland durch koordinierte Schulungsmaßnahmen und verstärkte Kooperationen unterstützt.

Aktivitäten


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Ausschreibung 'Regulatory capacity strengthening in Africa - Call for applications' (Englisch)

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