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Paul-Ehrlich-Institut (PEI) unterzeichnet Kooperationsabkommen mit Schwesterbehörde HSA in Singapur

Das Paul-Ehrlich-Institut hat mit der singapurischen "Health Sciences Authority" (HSA) am 1. Dezember 2010 ein Kooperationsabkommen ("Memorandum of Understanding"; MoU) abgeschlossen. Durch eine engere Zusammenarbeit der beiden Institute soll weltweit die Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Qualität und Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln erhöht werden. Dazu dienen der Austausch von Daten, gegenseitige Information über regulatorische Aktionen von beiderseitigem Interesse und Prüfverfahren wie auch der wissenschaftliche Austausch. Die Unterzeichnung fand im Rahmen der "14th International Conference of Drug Regulatory Authorities" (ICDRA), einer WHO-Veranstaltung, bei einem Treffen von Herrn Dr. Uwe Unkelbach und Herrn Prof. Klaus Cichutek mit einer HSA-Delegation statt. Die HSA war Mitveranstalter der diesjährigen Konferenz, die in Singapur abgehalten wurde.

Das Abkommen zwischen den Instituten wurde durch den Generaldirektor der HSA (CEO; "Chief Executive Officer"), Dr. John Lim, und Herrn Prof. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, im Rahmen einer Zeremonie unterzeichnet. Zunächst soll ein Lenkungsausschuss ("Steering Committee") eingesetzt werden, um die genauen Inhalte der Zusammenarbeit festzulegen. In den Gesprächen wurde außerdem vereinbart, dass wechselseitig Mitarbeiter beider Institute aus den Bereichen der Forschung und Zulassung die Arbeit im jeweiligen anderen Land durch zeitlich begrenzte Aufenthalte näher kennenlernen.

Singapur ist ein politisch-wirtschaftlich wichtiges Zentrum des Verbands Südostasiatischer Nationen, kurz ASEAN ("Association of Southeast Asian Nations"), und damit von über 600 Millionen Einwohnern. Die HSA ist zuständig für die Überwachung aller Arzneimittel und Medizinprodukte in Singapur. Auch das nationale Bluttransfusionsprogramm ("National Blood Programme") untersteht der HSA. Anders als in Deutschland ist die Blutspende in Singapur größtenteils staatlich organisiert. Mit dem singapurischen Roten Kreuz ("Singapore Red Cross") unterhält die HSA seit 2001 eine strategische Partnerschaft. Der HSA-Bereich der angewandten Wissenschaft unterstützt die Justizverwaltung bei forensischen Fragen. Dienstleistungen erfolgen auch im toxikologischen Bereich, es werden pharmazeutische Analysen und Untersuchungen zur Lebensmittelsicherheit durchgeführt. Viele pharmazeutische Unternehmen sind in Singapur ansässig. So betreiben alle weltweit tätigen Impfstoff-Firmen dort Produktionsstätten.

Zeichen der Entwicklung des Industrie- und Wissenschaftsstandortes Singapur ist Biopolis, eine Forschungsstadt, in der vorwiegend auf den Gebieten der Medizin und Biotechnologie geforscht wird. Sie ist im letzten Jahrzehnt entstanden und erstreckt sich heute über ein Areal von 220.000 . Biopolis bietet internationalen Forschern der pharmazeutischen Industrie und staatlicher Einrichtungen Raum, auch die HSA hat dort bereits seit einiger Zeit eine Niederlassung.

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