Aufklärung zur HPV-Impfung stärken: Paul-Ehrlich-Institut unterstützt Impfkonzept der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen und bundesweit geplantes HPV-Impfjahr 2028
Humane Papillomviren (HPV) sind eine der Hauptursachen für bestimmte Krebsarten, darunter Gebärmutterhalskrebs sowie Tumoren im Mund-, Rachen- oder Genitalbereich. HPV-Impfstoffe bieten einen wirksamen Schutz, insbesondere wenn sie im empfohlenen Alter bei Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren frühzeitig angewendet werden. Das Paul-Ehrlich-Institut unterstützt die fortlaufenden Maßnahmen der Nationalen Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) zur Verbesserung des Impfschutzes in Deutschland und ist als Ständiger Gast in der NaLI vertreten. Als in Deutschland zuständige Bundesoberbehörde für die Bewertung, Zulassung und Sicherheitsüberwachung von Impfstoffen bringt das Institut seine wissenschaftliche und regulatorische Expertise in die Arbeit der NaLI ein. Damit leistet das Paul-Ehrlich-Institut einen wesentlichen Beitrag zur evidenzbasierten Erarbeitung gemeinsamer Empfehlungen und Strategien.
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Um den zeitgerechten HPV-Impfschutz in Deutschland nachhaltig zu verbessern, hat die Nationale Lenkungsgruppe Impfen (NaLI) ein nationales Konzept zur Förderung der Impfaufklärung und der HPV-Impfquoten vorgelegt. Das Konzept bündelt Empfehlungen und Zielsetzungen zur besseren Information der Bevölkerung, zur Stärkung der Impfberatung im Gesundheitswesen, zum Ausbau niedrigschwelliger Impfangebote sowie zur Weiterentwicklung von Monitoring und Surveillance.
Ziel ist es, bestehende Impflücken zu schließen und die Akzeptanz der HPV-Impfung weiter zu erhöhen. Ein besonderer Schwerpunkt des Konzepts ist die Durchführung eines nationalen HPV-Impfjahres im Jahr 2028, das für bundesweit koordinierte Aufklärungs- und Impfaktionen genutzt werden soll.