Paul-Ehrlich-Institut

Glossar

Das Paul-Ehrlich-Institut bietet in diesem Glossar Definitionen an, die den Nutzerinnen und Nutzern helfen sollen, die regulatorische und biomedizinische Terminologie zu verstehen. Die Definitionen können vom juristischen und medizinischen Sprachgebrauch in Deutschland und Europa abweichen.

Immunmodulator

Immunmodulatoren sind Arzneimittel, die das Immunsystem beeinflussen. Sie können stimulierend wirken, also die Immunabwehr verstärken oder das körpereigene Immunsystem unterdrücken (Immunsupression).

Aktualisiert: 21.11.2019

Impfkomplikation

Meldepflichtig für die Ärzteschaft ist nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 Infektionsschutzgesetz (IfSG) "der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung". Dabei handelt es sich um eine nach einer Impfung auftretende Krankheitserscheinung, die in einem ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung stehen könnte und über übliche Impfreaktionen hinausgeht (Synonym = Impfkomplikation). Übliche Impfreaktionen sind z. B. kurzzeitige, vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen oder im gleichen Sinne zu deutende Symptome einer ‚Impfkrankheit‘ (Beispiel: nicht ansteckender Masern-ähnlicher Hautausschlag).

Aktualisiert: 16.05.2022

Impfschaden

Unter einem Impfschaden nach § 2 Nr. 11 Infektionsschutzgesetz (IfSG) versteht man "die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung; ein Impfschaden liegt auch vor, wenn mit vermehrungsfähigen Erregern geimpft wurde und eine andere als die geimpfte Person geschädigt wurde".

Verfahren zur Anerkennung von Impfschäden nach §§ 60, 61 IfSG werden ausschließlich von den Versorgungsämtern der Bundesländer bearbeitet. Das Paul-Ehrlich-Institut ist in diese Verfahren nicht eingebunden.

Informationen zur zuständigen Behörde, zu Entschädigungen bei behördlichen Maßnahmen und Zahlungsverpflichteten bieten die §§ 64, 65 und 66 IfSG.

Aktualisiert: 16.05.2022

IQWIG

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) ist ein fachlich unabhängiges wissenschaftliches Institut. Der G-BA und das Bundesministerium für Gesundheit beauftragen das IQWIG unter anderem mit dem Vergleich von Arzneimitteln untereinander. Ziel ist es, der Öffentlichkeit Informationen über den Nutzen, die Qualität und Wirtschaftlichkeit von medizinischen Leistungen zur Verfügung zu stellen.

Aktualisiert: 21.11.2019