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Verleihung des Förderpreises des Biologischen Vereins 2018

Der Biologische Verein Langen e.V. lud zur Preisverleihung 2018 ein. In diesem Jahr ging der Förderpreis an Herrn Paul Ziegler.

Beginn:

Montag, 10.12.2018, 17:00 Uhr

Ort:

Georg-Speyer-Haus (Hörsaal), Paul-Ehrlich-Straße 42-44, Frankfurt am Main

Veranstalter:

Biologischer Verein


Herr Paul Ziegler wurde für seine Dissertation zum Thema "Stat3-Dependent Mitophagy and Lysosomal Membrane Permeabilization in Intestinal Epithelial Cells Trigger Adaptive Immunity During Tumorigenesis" mit dem Förderpreis des Biologischen Vereins 2018 ausgezeichnet.


Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Biologischen Vereins Priv.-Doz. Dr. Andreas Hoffmann, wurde der Preisträger durch seinen wissenschaftlichen Betreuer, Herrn Prof. Dr. Florian Greten, vorgestellt. Anschließend berichtete der Preisträger in Auszügen aus seiner Arbeit.

von links nach rechts: PD Dr. Andreas Hoffmann (Vorsitzender Biologischer Verein), Paul Ziegler (Preisträger),  Prof. Dr. Florian Greten (Direktor GSH) von links nach rechts: PD Dr. Andreas Hoffmann (Vorsitzender Biologischer Verein), Paul Ziegler (Preisträger), Prof. Dr. Florian Greten (Direktor GSH) Quelle: Georg-Speyer-Haus


Der Körper verfügt mit dem Immunsystem über einen Mechanismus, der kranke und potentiell gefährliche Zellen erkennen und effektiv bekämpfen kann. Eine zentrale Rolle hierbei spielen zytotoxische T Zellen, die allerdings auf Antigene als Erkennungsmerkmale auf Zielzellen angewiesen sind. Die Arbeit von Paul Ziegler zeigt am Beispiel von Darmkrebs einen bisher unbekannten Mechanismus, wie Krebszellen gezielt beeinflusst werden können, um über verstärkte Antigenpräsentation das Immunsystem zu aktivieren.

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Transkriptionsfaktor Stat3, der in vielen Krebszellen aktiv ist und eine wichtige Rolle während der Tumorentstehung spielt. Bei experimenteller Inaktivierung von Stat3 in einem Tumormodell in der Maus wird die Präsentation von Antigenen auf der Oberfläche von Tumorzellen erhöht. Diese ist überraschenderweise eine Begleiterscheinung ihres veränderten Stoffwechsels: Stat3-defiziente Tumorzellen zeigen gesteigerten Abbau von Mitochondrien, wodurch deren eisenhaltige Bestandteile in Lysosomen gelangen und deren Membran destabilisieren. Dadurch bedingte Freisetzung von lysosomalen Proteasen (Cathepsine) ins Zytoplasma verstärkt die Antigen-Prozessierung in Tumorzellen.

Des weiteren zeigt die Arbeit, dass pharmakologische Substanzen wie z.B. Chloroquin in der Lage sind, ähnlich positive Effekte auf die Krebsentstehung auszulösen. Darüber hinaus fand sich in Proben von Darmkrebspatienten eine negative Korrelation von Stat3-Aktivierung und Infiltration von zytotoxischen T Zellen ins Tumorgewebe, was die Übertragbarkeit auf den Menschen wahrscheinlich macht.

Adresse:

Paul-Ehrlich-Institut
Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel

Paul-Ehrlich-Straße 51-59
63225 Langen
Deutschland

Kontakt:

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